Gute Wasserqualität im Waldsee

Am Raunheimer Waldsee „Pinta Beach“ werden regelmäßig Proben genommen / Regen kann positiv sein

Von Michael Kapp

RAUNHEIM. Erst die Einschränkungen durch Corona und nun kommt auch noch das regnerische Wetter hinzu: „Wenn das so weitergeht, wird diese Badesaison ein Reinfall“,
Sagte zu Wochenbeginn der Betreiber von „Pinta Beach“, Germano Salernitano. Kaltluft
und Regen sorgten dafür, dass das Tor zum Strandbad zunächst verschlossen blieb.
Besucherandrang und hohe Lufttemperatur nehmen üblicherweise Einfluss auf die Wasserqualität. Auch wenn der Waldsee Raunheim – wie alle Seen, die regelmäßig vom,
Institut für Analytik und Beratung beprobt werden – generell eine hervorragende Wasserqualität aufzuweisen habe, könne das Wasser von oben für noch bessere Qualität sorgen, sagte Steffi Witzel, die sich zu Wochenbeginn zur regelmäßigen Beprobung eingefunden hatte.

Auch ohne das Nass von oben brauchen Badegäste des durch Grundwasser gespeisten Gewässers nicht um ihre Gesundheit zu fürchten. Gefahren lauerten eher unter Wasser, etwa durch Felsen oder Wasserpflanzen. Im offiziellen Badebereich von „Pinta Beach“, sagt die Chemielaborantin, habe aber sicher niemand etwas zu befürchten, da der Betreiber darauf ein Auge habe. Wenn die Sicht im Wasser, die nach den Richtlinien für Badegewässer nicht unter,
einem Meter liegen darf, dennoch eingeschränkt ist, dann deshalb, weil am gegenüberliegenden Ufer noch immer Sand abgebaut wird. In einigen Jahren soll damit Schluss sein. Um offiziell als Badesee zugelassen zu sein, müssen in Gewässern wie dem Raunheimer Waldsee regelmäßig Proben genommen werden – einmal vor Beginn der Badesaison und dann jeweils einmal monatlich bis zum Ende der Saison. Steffi Witzel
kommt im Auftrag des Instituts bereits zwei Jahren dorthin. Sinn der regelmäßigen Beprobung,
Sei, herauszufinden, ob sich im Wasser unter anderem gesundheitsgefährdende Fäkalbakterien
Befinden. Durch Mensch und Tier werden E.coli und intestinale Enterokokken, nach den neuen EG-Badegewässerrichtlinien sogenannte Indikatorenorganismen, eingetragen, die eine bestimmte Inhaltsgröße nicht überschreiten dürfen. Die Bakterien aus dem Verdauungstrakt sollen in der Regel harmlos sein. Wasserproben müssen stets an der gleichen Stelle des Gewässers entnommen werden. Diese wird durch die Behörde, die jeweils auch über das
Untersuchungsergebnis zu unterrichten sei, festgelegt.
Die beiden Wasserretter am, „Pinta Beach“, Dieter Visosky und Ammar Taki, wissen schon, wohin sie das Elektroboot zu steuern haben, damit Witzel die Probe in einer zuvor sterilisierten Flasche entnehmen und anschließend in einer Kühlbox verstauen kann. Neben Wasser und Lufttemperatur sowie pH-Wert, der Aufschluss über den Säuregehalt gibt, wird das Gewässer auch einer Sichtkontrolle unterzogen. Natürlich verändere sich die Wasserqualität mit der Zahl der Menschen, die sich darin aufhielten.
Aber auch die zahlreichen im und am Waldsee zu, beobachtenden großen Wasservögel, vorrangig Gänse und Schwäne, beeinflussen das Wasser durch den Kot, der bei Regen vom Ufer in den See geschwemmt wird. „Dass es dadurch, jedoch zu erhöhten Werten kommt, ist dennoch selten“, weiß die Laborantin.

Zurückliegend Berichte bestätigten dem Waldsee bisher immer eine gute Wasserqualität.

Mit Ergebnis der jüngsten Beprobung wird gegen Ende der Woche gerechnet.
„Die Wasserprobe muss 48 Stunden bei 44 Grad temperiert werden und kann dann es erst ausgewertet werden“.

Quellenangabe: Main-Spitze

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